Impulse | Bewusstseinstraining von Daniela Große

Bewusster Umgang mit Trennung

So viele haben Angst vor einer Trennung, weil sie nicht allein sein wollen: allein mit sich und der Welt in ihrem Inneren. Dabei liegt in jeder Trennung auch eine große Chance zur Neuausrichtung und Rückverbindung mit dem, was Dir wirklich wichtig ist im Leben – damit Du der Mensch sein kannst, der Du Dir zu sein wünschst.

Liebes Du,

wir Menschen haben ein tiefes Bedürfnis nach Verbindung. Solange wir dieses Bedürfnis nicht reflektieren, suchen wir nach dieser Verbindung in der Beziehung zu anderen Menschen und scheitern daran. Egal, wie sehr wir uns anstrengen, zwei Menschen bleiben zwei Menschen und können nicht zu einer Einheit verschmelzen. Das Verschmelzen zu einer Einheit ist genau das, wonach sich die Seele aber zutiefst sehnt – und ein innerer Prozess, den jeder Mensch nur für sich allein absolvieren kann. Mit anderen Menschen in Beziehung zu gehen und Beziehungen zu verlassen hilft zu verstehen, was genau sich in uns nach Einheit sehnt und wie sich diese Einheit in uns selbst auch in Gegenwart anderer Menschen erleben läßt.

Deine Seele so zart,
das Leben oft hart.
Deine Sinne so fein,
bist Du nicht allein.
IM VERTRAUEN.
Auf deiner Lebensreise
ziehst Du leuchtende Kreise,
gehst mutige Schritte,
in Deine goldene Mitte.
IM GLAUBEN.
Fällt es Dir auch schwer,
werde innerlich ganz leer,
in den Momenten im Stillen
entdeckst Du Deinen Willen.
IN DER LIEBE.

Gedicht von Daniela Große

Meine Erfahrungen mit Trennung

Ich habe aus Liebe geheiratet und mir damit ein Leben erschaffen, in dem alles enthalten war, von dem ich glaubte, dass ein erfolgreiches Leben haben müßte. Doch spürte ich mit meinen sensiblen Sinnen von Jahr zu Jahr immer deutlicher, dass etwas Grundlegendes nicht stimmte. Mit der Enttäuschung wurde für mich die Täuschung sichtbar. Mein Körper zeigte mir über meine Gesundheit, meine Gedanken und Gefühle ganz deutlich, wo ich mich in meiner Beziehung zu den mich umgebenden Menschen selbst verriet, betrog und klein machte – wo ich die Situation aushielt, um nicht allein zu sein und mich selbst nicht aushalten zu müssen. Was ich für undenkbar hielt, wurde zu meiner Realität: eine Scheidung. Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl, vor meiner Zukunft zu stehen und nichts weiter zu sehen, als ein großes schwarzes Loch. Ich weiß noch, wie Monate vergingen, in denen ich immer nur einen Schritt nach dem anderen machte, in der Hoffnung, bald wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Die emotionale Belastung in dieser Zeit war so enorm, wie meine Lernkurve steil war. Ich lernte, für mich selbst einzustehen und zu sorgen und fand dabei in mir, was ich immer in anderen gesucht hatte: die Verbindung mit dem Leben.

Was Trennung uns lehrt

Trennung ist eine Lektion in Konfrontation.

Habe den Mut, Dich mit Deiner Situation bewusst auseinanderzusetzen und nicht einfach weiterzumachen, wie Du es gewohnt bist, in der Hoffnung, dass es irgendwann von alleine besser wird. Wird es nicht. Denn was Du verdrängst, wird sich immer stärker bemerkbar machen und irgendwann unkontrolliert über Dein Leben hereinbrechen. Vielleicht willst Du lieber selbst entscheiden, wann Du bereit bist, Dich mit den Wahrheiten Deines Lebens zu konfrontieren? Ansonsten kannst Du Dich darauf verlassen, dass es das Leben zu einem unbestimmbaren Zeitpunkt für Dich tut.

Trennung ist eine Lektion in Kommunikation.

Lerne auszusprechen, was Du bisher verschwiegen hast und gib den Dingen einen Namen. Dabei wird sichtbar, worum es wirklich geht. Sprich darüber, wie Du denkst, was Du fühlst und was Du für Handlungsmöglichkeiten siehst. Halte nichts zurück! Das gibt Deinem Gegenüber die Chance, es Dir nach zu tun. So kann trotz Schmerz ein Raum entstehen, in dem jeder sich gesehen fühlt.

Trennung ist eine Lektion in Konsequenz.

Dein Mut tut allen gut: denn das Leben ist nicht dazu gemacht, um es nur auszuhalten, sondern um es zu genießen, mit allem, was in ihm ist. Dazu zählt auch das Akzeptieren unangenehmer Phasen, die genauso vorbei gehen dürfen, wie alle anderen Phasen des Lebens. Habe den Mut, Deine Vergangenheit nicht in die Gegenwart und in die Zukunft zu verschleppen, sondern zwischen diesen Einheiten der Zeit ganz bewusst die Türen zu schließen und Neuanfänge zu wagen: mit der Chance, immer besser Dich selbst auszudrücken und Dein Bedürfnis nach Verbindung auf gesunde Weise leben zu können.

Ein neuer Umgang mit Trennung

Schau nach vorn.

Nutze den Schmerz, um an seine Essenz heran zu kommen. Entdecke Deine wahren Bedürfnisse und steh zu ihnen. Mache Dir Gedanken, wie sie sich im Zusammenspiel mit anderen Menschen und auch allein besser erfüllen lassen als bisher. Triff Deine Entscheidungen so, dass sie Dir Raum für Deine Heilung geben.

Lebe Tag für Tag.

In Phasen der Trennung ist der wichtigste Tag heute. Wenn Du es heute schaffst zu atmen und zu leben und mit den kleinen Dingen des Lebens zufrieden zu sein, während die Wellen des Schmerzes durch Dich hindurch fließen, ist die Basis für Dein Morgen gelegt.

Lausche nach innen.

Von innen kommt die Erinnerung daran, wie Dein Leben eigentlich gedacht ist und was Du Dir vorgenommen hast zu erleben. In der Rückverbindung nach innen liegt der Sinn des Lebens, den Du dann in Verbindungen mit anderen Menschen wieder nach außen bringst.

Mach Deine innere Arbeit.

Trennungen bergen wegen ihres begleitenden Weltschmerzes ein großes Potential für persönliches Wachstum in sich. Frage Dich, wo Du in Deinem Leben Täuschungen erliegst. Nutze Enttäuschungen, um Dich von Täuschungen zu befreien. Eine Trennung ist die größte Chance im Leben auf eine Rekalibrierung Deines Seins. Definiere Dich selbst neu. Prüfe Deine Anpassungen an Dein bisheriges Leben und richte Dich entsprechend Deiner inneren Werte neu aus. Wenn Du wieder mit Dir selbst verbunden bist, kannst Du dieses Gefühl der Verbindung auch mit einem anderen Menschen teilen.

Mit Trennung verbundene Themen

Zukunftsangst

Akzeptiere Dein Nichtwissen, wie es weiter gehen soll. Versuche okay damit zu sein, wenn überhaupt, nur den nächsten Schritt sehen zu können, von dort, wo Du stehst. Übe Dich im Aushalten Deiner inneren Leere und nimm wahr, wie sie sich in eine Stille verwandelt. Diese Stille ist voller Kraft und Information für Deinen weiteren Weg.

Selbständigkeit

Auch wenn Du Dich mit anderen Menschen und Dingen in Deinem Leben auseinandersetzt, werfen alle Erfahrungen Deines Lebens Dich immer auf Dich selbst zurück. Übernimm die Verantwortung für Dich: für Deine Gedanken, Deine Gefühle und Deine Handlungen – werde selbständig in Deinem (Bewusst)Sein.

Verlust

Eine Trennung ist auch ein Verlust. Du nimmst Abschied von einem anderen Menschen – vor allem aber nimmst Du Abschied von Dir selbst. Der Mensch, der Du durch die Trennung bist, ist ein anderer Mensch, als der, der Du bisher warst. Mit der Trennung verlassen Gewohnheiten und Rituale Dein Leben, die Dich bisher getragen und gehalten haben. Wertschätze alles noch einmal und dann lass es ziehen: im Bewusstsein, dass jetzt aus Deinem Inneren noch besser zu Dir Passendes aufsteigen und in Dein Leben kommen wird.

Trennung als Weg mit sieben Stufen

Trennung als Weg führt vom Verlorensein zurück zu unserer Verbindung mit allem. Wenn alles weg bricht, was Dein Leben bisher ausgemacht hat, dann ist das Gefühl des Verlorenseins ein treuer Begleiter. Erst das bewusste Erinnern daran, was Dir gut tut und die Priorität der Selbstfürsorge ermöglichen Dir die Rückkehr zu Dir selbst, zu Deinem wahren Sein. Diese Rückverbindung mit allem Lebendigem in Deinem Inneren ist auch der Beginn Deiner Rückkehr ins Leben. Die sieben Stufen vom Verlorensein zum Verbundensein sind: enttäuscht sein, Kampf aufgeben, Konsequenzen ziehen, Gegenwart priorisieren, Einfachheit lieben, in der Stille ruhen und mit Dir selbst verbinden.

Stufe 1
Thema: Enttäuscht sein
Gegenpole: Von der Enttäuschung zur Täuschung finden

Stufe 2
Thema: Kampf aufgeben
Gegenpole: Vom Aushalten zum Freiwerden

Stufe 3
Thema: Konsequenzen ziehen
Gegenpole: Von der Gewohnheit zum Neuland

Stufe 4
Thema: Gegenwart priorisieren
Gegenpole: Vom Weg zum einzelnen Schritt

Stufe 5
Thema: Einfachheit lieben
Gegenpole: Vom großen zum kleinen Glück

Stufe 6
Thema: In der Stille ruhen
Gegenpole: Von Außen nach Innen kommen

Stufe 7
Thema: Mit Dir selbst verbinden
Gegenpole: Vom Suchen zum Finden

Wie Bewusstseinstraining helfen kann

Hast Du Dich beim Lesen an bestimmten Stellen besonders berührt gefühlt? Oder hast Du inne gehalten, um bestimmte Stellen wirken zu lassen? Wo hast Du Ablehnung gespürt? Wenn Du Lust hast, kannst Du an diesen Stellen mit dem Bewusstseinstraining tiefer gehen und heraus finden, was da hinter der Oberfläche in Dir los ist.

Ich empfehle Dir, entweder in eigener Verantwortung ein Arbeitsblatt auszufüllen und mit den gewonnenen Impulsen zu experimentieren.

Oder Du wählst das Bewusstseinstraining und wir schauen anhand der sieben Stufen gemeinsam auf Deine Themen. Ich kann Dir mit meiner Intuition und meiner Erfahrung helfen herauszufinden, was bei Dir wirklich los ist und was Du für Dich selbst tun kannst.

Herzliche Grüße,

Deine Daniela | Bewusstseinstraining von Daniela Große