Impulse | Bewusstseinstraining von Daniela Große

Bewusster Umgang mit Mangel

Der Mangel an Liebe, der Mangel an Geld, der Mangel an Verbindung haben mich in Kontakt gebracht mit dem Gefühl, ohnmächtig zu sein; der Notwendigkeit, staatliche Hilfe zu beanspruchen und der Last des Alleinseins. Im bewussten Umgang mit meinem Mangel habe ich meine Macht entdecken gelernt; meine Fähigkeit zu helfen wertschätzen gelernt und meine Verbindung mit allem gefunden.

Liebes Du,

Ich finde es wichtig, in der Zeit des Mangels zu einem neuen Umgang mit dem Mangel zu finden: damit er Dich am Ende von innen heraus stärkt, nachdem er Dich am Anfang von außen geschwächt hat.

Das Mädchen von einst,
um das Du heute noch weinst,
ist weise und klug
aber auch dumm genug,
sich verraten zu fühlen,
in ihren Schmerzen zu wühlen,
bis ihr Vertrauen wankt
und ihre Kreativität ans Ende gelangt.
Du bist eine freie Frau
und weißt genau,
was Du willst,
womit Du Deine Sehnsucht stillst.
Höre auf zu klagen,
es ist Zeit, Dein Leben neu zu wagen.

Gedicht von Daniela Große

Meine Erfahrungen mit dem Mangel

Ich habe viel Mangel auf verschiedenen Ebenen erlebt: emotional, seelisch, materiell. Mangel hat mir die Pistole auf die Brust gesetzt. Dabei hat sich alles in mir zusammen gezogen, ist erstarrt und wurde sichtbar: Im Guten wie im Schlechten. In Zeiten des Mangels habe ich beides besonders deutlich gespürt: meine Sehnsüchte und meine Existenzängste. Mangel generiert einen stetigen Kreislauf zwischen beiden. Auf der einen Seite habe ich mich danach gesehnt, endlich wirklich zu leben und auf der anderen Seite hatte ich Angst, überhaupt zu überleben. Ich habe erlebt, dass Mangel mich von anderen Menschen und vielen Dingen isoliert hat. Das hat mich vollkommen auf mich selbst zurück geworfen. Ich habe durch den äußeren Mangel meine innere Fülle kennen gelernt. Die Fülle an Gedanken, Gefühlen und Entscheidungen über das Leben im Allgemeinen und mich im Besonderen. Ich habe angefangen auszusortieren. Was bin ich und was bin ich nicht? Was sind meine wahren Bedürfnisse, wenn die normalen Bedürfnisse wegen des Mangels unerfüllt bleiben? Der Mangel hat mich gelehrt, immer wieder eine bewusste Wahl zu treffen und damit meinem Leben ein neues, außerordentlich stabiles Fundament zu geben. Ein Fundament, dass tief in meinem Sein verwurzelt ist und dass ich immer überallhin mitnehme, egal wo ich bin und was ich mache.

Was der Mangel uns lehrt

Mangel ist eine Lektion im Loslassen von Überflüssigem.

Wesentlich im Leben sind die kleinen Dinge, die uns allen immer bedingungslos und allgegenwärtig zur Verfügung stehen. Mangel weckt ein Bewusstsein für: das Gehaltensein auf tragfähigem Boden unter den Füßen, das Genährtsein vom warmen Sonnenlicht, das Geborgensein im stetigen Fluss des Atems. Mangel transformiert Existenzangst zu Urvertrauen.

Mangel ist eine Lektion im bewussten Auswählen.

In der Fülle an Möglichkeiten unserer modernen Welt kommt es darauf an, intuitiv und zielsicher das Richtige für Dich auswählen zu können. Mangel weckt ein Bewusstein dafür, was Du Dir wirklich leisten willst, weil es Dir gut tut und Dir Freude macht und was Du Dir leistest, um damit etwas anderes zu erreichen. Mangel deckt Deine wahren Beweggründe auf, mit denen Du Deinen Alltag gestaltest.

Mangel ist eine Lektion im Reduzieren auf das Essentielle.

Was soll Dir in Deinem Leben das Wichtigste sein? Womit möchtest Du Deine Zeit verbringen? Wofür bist Du geboren? Mangel weckt ein Bewusstsein für Deine Berufung, Deinen Lebensstil und Deinen Lebenssinn. Deine Essenz wird berührt. Sie zeigt sich als Sehnsucht. Mangel transformiert Deine Sehnsüchte zu Schöpferkraft.

Ein neuer Umgang mit dem Mangel

Übernimm die volle Verantwortung für Dich.

In Deiner Verantwortung liegt alles, was Du denkst; alles, was Du fühlst; alles, was Du machst. Alles, was in Deinem Leben passiert, hat mit Dir zu tun und Du trägst die volle Verantwortung für Dein Leben.

Akzeptiere Deine Ängste.

Sie sind da und gehen auch nicht weg, bevor Du sie nicht erkannt hast. Sie wollen gesehen, verstanden und integriert werden. Das passiert durch Deinen Mut hinzuschauen, statt wegzusehen: weil Du es willst und in ganz kleinen Schritten, so wie es gerade möglich ist.

Akzeptiere Deine Sehnsüchte.

Sie sind eine Erinnerung an Deine Zukunft. Daran wie Du eigentlich gedacht bist und wie Du Dir Dein Leben eigentlich gedacht hast. Ehrst Du sie als das, was sie sind, weisen sie Dir wie ein Leuchtturm in der Dunkelheit den Weg hinaus aus dem Mangel.

Mach Deine innere Arbeit.

Prüfe jeden Gedanken, jedes Gefühl, jede Handlung auf ihre Berechtigung. Komme allem auf die Spur, was Dich lähmt und vergiftet. Finde heraus, was Dich erfüllt und befreit. Teste Dich, in dem Du Dinge ausprobierst und Dich selbst dabei beobachtest. Justiere innerlich Deine Motivation zu leben und die Intention, mit der Du lebst solange, bis sich auch äußerlich Dein Leben verändert.

Mit dem Mangel verbundene Themen

Selbstwert

Wir können nur für die Teile unserers Seins einen Selbstwert entwickeln, die gesehen wurden. Oft werden wir von anderen Menschen aber nur als Persönlichkeit wahr genommen, nicht mit unserem Sein. Dich selbst so zu sehen, wie Du bist und an Dir selbst zu lieben, was niemand sonst sieht, das ist Deine Aufgabe.

Autorität

Überall, wo wir keine Verantwortung für uns selbst übernehmen, geben wir die Verantwortung für uns weg und an andere ab. Jemand anders soll dann für uns richten, wo wir selbst glauben, nichts ausrichten zu können. Es ist Deine Aufgabe, Dich an Deinem wahren Sein auszurichten und Dir Deine eigene Autorität zu sein.

Hilfe

Damit Mangel bis in die Tiefe Deines Seins heilen kann, braucht es Zeit, Geduld und die Hilfe der Gemeinschaft. Damit Du spürst, dass Du sicher bist, auch wenn Du nicht sicher bist, darfst Du Dich davon lösen, alles allein schaffen zu müssen. Lerne zuerst Hilfe von anderen anzunehmen und dann Hilfe anzubieten, so wie es Dir möglich ist.

Mangel als Weg mit sieben Stufen

Mangel ist ein Weg, der von einem gebrochenen Willen zurück zum Wiedererleben der eigenen Würde führt. Die sieben Stufen dahin sind: um Hilfe bitten, Macht abgeben, sichtbar sein, Weisungen folgen, zu Dir selbst stehen, Dein Ding machen, Dein Bestes geben.

Wenn Du Mangel erlebst, bist Du aufgefordert, Dich auf jeder Stufe zwischen den Gegenpolen des jeweiligen Stufenthemas bewusst zu positionieren: und zwar nicht nur theoretisch, sondern ganz konkret in Deinem Alltag – indem Du lebst, wofür Du Dich entscheidest und so Deinen Mangel mit Deinem Willen aus eigener Kraft meisterst.

Stufe 1
Thema: Um Hilfe bitten
Gegenpole: Vom abhängig werden zum ergänzt werden

Stufe 2
Thema: Macht abgeben
Gegenpole: Vom fremdbestimmt sein zum selbstbestimmt sein

Stufe 3
Thema: Sichtbar sein
Gegenpole: Vom verstecken zum entdecken

Stufe 4
Thema: Weisungen folgen
Gegenpole: Vom hörig sein zum geführt sein

Stufe 5
Thema: Zu Dir selbst stehen
Gegenpole: Vom angepasst sein zum integer sein

Stufe 6
Thema: Dein Ding machen
Gegenpole: Von der Aufopferung zur Hingabe

Stufe 7
Thema: Dein Bestes geben
Gegenpole: Vom gedemütigt werden zum demütig sein

Wie Bewusstseinstraining helfen kann

Hast Du Dich beim Lesen an bestimmten Stellen besonders berührt gefühlt? Oder hast Du inne gehalten, um bestimmte Stellen wirken zu lassen? Wo hast Du Ablehnung gespürt? Wenn Du Lust hast, kannst Du an diesen Stellen mit dem Bewusstseinstraining tiefer gehen und heraus finden, was da hinter der Oberfläche in Dir los ist.

Ich empfehle Dir, entweder in eigener Verantwortung ein Arbeitsblatt auszufüllen und mit den gewonnenen Impulsen zu experimentieren.

Oder Du wählst das Bewusstseinstraining und wir schauen anhand der sieben Stufen gemeinsam auf Deine Themen. Ich kann Dir mit meiner Intuition und meiner Erfahrung helfen herauszufinden, was bei Dir wirklich los ist und was Du für Dich selbst tun kannst.

Herzliche Grüße,

Deine Daniela | Bewusstseinstraining von Daniela Große