Umgang mit Gedanken | Bewusstseinstraining von Daniela Große

Vom Umgang mit Gedanken

Gedanken sind frei verfügbare und unbewegliche Informationen in Deinem Bewusstsein. Du identifizierst Dich mit ihnen, in dem Du ihnen glaubst. Wenn das passiert, beginnen Gedanken Dein Lebensgefühl zu bestimmen. Geht es dabei um destruktive Gedanken, kann sich Dein Leben schwer und dunkel anfühlen. Sind die Gedanken konstruktiv, kann Dein Leben leicht und licht werden.

Im Alltag sind sowohl konstruktive als auch destruktive Gedanken ständig präsent. Außerdem ist nicht immer die Zeit da, lange über eine Situation nachzudenken, die spontanes Handeln erfordert. Im Normalfall reagierst Du also auf Basis Deiner schon gemachten Erfahrungen und denkst das, was Dir vertraut ist. Daraus entstehen mit der Zeit Deine Gewohnheiten, in denen Du Zuhause bist.

Deinen Umgang mit Gedanken zu untersuchen macht am meisten Sinn, wenn Du in Deinen Gewohnheiten Zuhause bist. Das sorgt für die notwendige Sicherheit, die Du brauchst, um Deinen Blickwinkel zu öffnen und generiert den Antrieb zur Veränderung. Die Sicherheit einer Gewohnheit wird auf Dauer zu einem Gefängnis. Die Enge des Gefängnisses liefert Kraft und Orientierung für einen Ausbruch.

Wenn Du lange genug Gedanken wie „Ich bin nichts Wert.“ geglaubt hast, wirst Du Deine alltägliche Wirklichkeit so erleben. Vielleicht geht es sogar so weit, dass Du Dir nicht mehr vorstellen kannst, dass es irgendwann auch wieder anders sein wird. Wenn es komplett dunkel um Dich ist, ist die Chance am größten, dass Du Dich an Dein eigenes Licht erinnerst. Und um die Erinnerung an das Licht geht es!

Egal, wie dunkel oder hell, schwer oder leicht ein Gedanke ist: im Umgang mit Gedanken geht es immer um das in ihnen enthaltene Licht und die in Deinem Bewusstsein gespeicherte Information dazu. Deine Aufgabe ist es, bezüglich Deiner Gedanken, eine immer bewusstere Wahl zu treffen, welchen Gedanken Du glauben willst.

Dort, wo Du aus Gründen nicht liebevoll mit Dir selbst umgehen kannst, helfen Dir destruktive Gedanken über den Schmerz, Dich in kleinen Schritten anders zu entscheiden. Schmerz ist ein Anzeiger für die Stellen in Deinem Leben, an denen Du die Verantwortung für Dich an andere Menschen abgegeben hast. Drückst Du diese Gedanken weg, um den Schmerz nicht zu fühlen, wächst der Druck von außen: Bis Du hinschaust und den konstruktiven Kern in jedem destruktiven Gedanken suchst. Was Du dabei findest, ist Liebe und Verständnis für Dich selbst. Aus dem unbewussten, gewohnten „Ich bin nichts Wert.“ wird ein bewusstes, neues „Ich habe einen Wert.“

Mit jeder Entscheidung, die Du aus dem Wissen heraus wertvoll zu sein für Dich triffst, verändert sich Dein Leben. Schritt für Schritt übernimmst Du mehr Verantwortung für Dich selbst. Gewohnte Gedanken werden weniger wichtig und die Identifikation mit ihnen verblasst. Die Schwere weicht einer neuen Leichtigkeit mit jedem neuen, lichtvolleren Gedanken, dem Du Dich traust zu glauben. Du erschaffst Dein Lebensgefühl, in dem Du Dich immer wieder neu entscheidest, Dich bewusst konstruktiven Gedanken zuzuwenden, die Du als Kern destruktiver Gedanken selbst gefunden hast.