Monatsthema Januar 2019 | Bewusstseinstraining von Daniela Große

Monatsthema im Januar 2019: Stille

Ich liebe die Stille. Für mich ist sie die schönste Annäherung an die Unendlichkeit. Ich weiß aber auch, dass das vielen ganz anders geht. Stille kann auch Angst machen. Denn die Stille wirft uns auf uns selbst zurück: ohne Ablenkung bleibt nur das eigene Ich übrig.

Die bewusste Erfahrung zu machen, was „Ich“ in Wirklichkeit ist, läßt sich nur schwer in Worte fassen. Mein „Ich“ ist ein Beobachter, der sich dabei beobachtet, wie er sich selbst beobachtet. Wenn ich mich in die Stille sinken lasse, dann spüre ich mich selbst. Ich spüre meine Gedanken und Gefühle, die meine Wirklichkeit erzeugen. Ich spüre, wo ich gut für mich sorge und wo ich mir selbst im Weg stehe. Die Stille kann laut sein: Sie hat viel zu erzählen, wenn ich ihr zuhöre. Aber sie drängt sich nie auf. Sie ist die Basis, auf der alles geschieht.

Monatsthema im Januar 2019 | Bewusstseinstraining von Daniela Große

Hier zeige ich Dir mein Arbeitsblatt für die Stille im Januar 2019:

  • FOKUS AUF DIE SITUATION – Ich habe meine Atmung und das Fließen vernachlässigt und mich nicht genügend bewegt. Meine Muskeln sind verspannt deswegen. Ich brauche nahrhaftes Essen.
  • SEIN MIT DER SITUATION – Solange ich angespannt bin, vermeide ich es lieber, mich in die Stille sinken zu lassen. Dann habe ich Angst vor meinen Körperwahrnehmungen und dem, wie andere Menschen darüber urteilen. Yoga ist richtig gut für mich.
  • ATMEN MIT DER SITUATION – Ich lehne mich zurück und lasse meinen Atem von selbst kommen und gehen. Während ich einatme, hole ich mein Verkrampftes-Ich der Vergangenheit zu mir zurück. Während ich ausatme, schicke ich mein Entspanntes-Ich der Zukunft hinaus in die Welt. In der Atempause wähle ich Fluß.
  • KLEINE SCHRITTE MACHEN – Mein Umgang mit mir selbst ist in der Stille wichtig. Ich achte bewusst auf meine Selbstfürsorge, bevor und während ich meinem Ich achtsam in der Stille begegne. Ich bitte jemanden darum, mich daran zu erinnern.