Dem eigenen Kind helfen: E-Mail-Begleitung

„Wenn das Leben meinem Kind die Luft zum Atmen zu nehmen scheint, dann atme ich für ihn. Ich atme für uns beide.“

Dem eigenen Kind helfen ist manchmal ein starkes Bedürfnis. Vor allem dann, wenn ich ihm in seinem Erleben scheinbar so wenig helfen kann. Ich mache es so, dass ich mir anschaue, was ich fühle, wenn meinem Kind etwas passiert.

Gerade dann, wenn er etwas erlebt, dass ich nicht will, dass er erlebt. Aus meiner Sicht ordnet sich ein System schon alleine dadurch neu, dass die Dinge einen Namen bekommen. Ich nehme wahr, was eigentlich genau los ist. Ich fühle, was unter dem ist, wonach es aussieht. Ich atme mal kräftig durch.

Ich spüre, dass die eigene Erfahrung die Beste ist. Keins meiner Worte kann meinem Kind vermitteln, was er selbst mit den eigenen Sinnen erlebt. Nichts was ich tun könnte, ist stärker als die Kraft einer Entscheidung, die auf seiner eigenen Erfahrung beruht. Egal, wie unangenehm etwas ist, mit dem mein Kind sich auseinandersetzen muss, so kraftvoll und formend ist es auch. Schaffe ich es, ihm diese Kraft voll und ganz zu lassen? Gelingt es mir, ihm nichts von seiner Kraft zu rauben (die er ja braucht, um mit der Situation klar zu kommen), in dem ich ihn in seiner Situation als schwach und leidend sehe? Kann ich daran glauben, dass er gestärkt aus dieser Erfahrung hervor geht und diese Situation wichtig für ihn ist, er sie für seinen weiteren Weg vielleicht sogar dringend braucht? Vertraue ich darauf, dass er es schafft, egal wie schwierig es ist?

Tief in meinem Herzen weiß ich, dass das größte Geschenk, dass ich meinem Kind machen kann, meine Liebe und mein Vertrauen ist. Mein Vertrauen in seine Fähigkeiten und meine Liebe zu seinem Sein. In meinem Inneren sehe ich mein Kind, wie er wirklich ist, in seiner ganzen Größe. Ich spüre unsere Verbindung im Inneren, jenseits von dem, was uns im Außen verbindet.

Manchmal ist es so, dass sich eine Situation, die für ihn besonders schwierig ist, auch in meinem Inneren sehr schwierig anfühlt, wenn ich von innen auf mein Kind schaue. Dann atme ich für ihn. Dann stelle ich meine Füße fest auf den Boden. Ich sorge dafür, dass ich gut stehe. Und wenn das Leben meinem Kind die Luft zum Atmen zu nehmen scheint, dann atme ich für ihn. Ich atme für uns beide. Wenn er nicht mehr atmen kann, dann fange ich ihn innerlich auf, bis er wieder alleine atmen kann.

Ich habe gute Erfahrungen mit dieser inneren Arbeit gemacht. Ich nehme wahr, dass das mein Kind stärkt und auch mir hilft, ihn und sein Leben sein zu lassen, wie es ist. Ohne meine Ausstrahlung, er müsste sich oder sein Leben verändern, aus welchen Gründen auch immer, ist es leichter. Leichter für mich, weil ich mir weniger Sorgen mache. Leichter für ihn, weil er seine Kraft ganz bei sich behält. Leichter für eine Veränderung, die nicht so passieren muß, wie ich das will, sondern sich frei entfalten kann.

Vielleicht ist unter diesen Gedanken etwas dabei, dass Dir gut tut und auch für Dich und Dein Kind passen könnte? Ich wünsch Euch beiden alles Gute!

Herzliche Grüße,

Dem eigenen Kind helfen | E-Mail-Begleitung mit Daniela Große