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Selbstreflexion

Der Wunsch, jemand anders möge die Verantwortung für die Arbeit an Dir selbst übernehmen, ist total verständlich. Möge es jemand machen, der schon weiter ist als Du, oder vielleicht einfach nur besser. Die Wahrheit ist: niemand anders kann Dir weiter helfen, als Du selbst bereit bist weiter zu gehen. Der limitierende Faktor eines Hilfsangebots ist nicht der Helfer, sondern Du selbst. Wenn Du Dir nicht klar bist, was mit Dir los ist und was Du mit dem Annehmen von Unterstützung erreichen willst, kommst Du nicht voran.

Selbstreflexion ist dafür da zu erkennen, welche Geschichten Du Dir über das Leben erzählst – und vor allem, dass es Geschichten sind, die Du Dir erzählst. Selbstreflexion macht die Wahrheit unter allen Geschichten sichtbar: das einfache Sein. Dein Sein. Das, was Du bist, wenn Du keine Geschichte über Dich mehr hast. Das ist ein sehr entspannter Zustand, frei von Erwartungen, Bedürfnissen und Zwängen. Absolut bewusst, dass in jeder Sekunde Deines Lebens alles schon da ist – und alles schöpfbar ist. Es ist immer Deine Wahl, welche Geschichte über das Leben Du Dir erzählen willst: eine Geschichte der Freude oder des Frustes.

Geschichten sind Geschichten. Sie sind da, um erzählt zu werden. Frust gesellt sich in dem Moment dazu, wo Du einer schmerzhaften Geschichte glaubst. Das Problem ist nie das Problem. Problematisch ist, dem Problem zu glauben. Meistens sind Probleme aber so real, dass es schwer ist, den Kreislauf selbsterfüllender Prophezeiungen zu unterbrechen: Du glaubst, was Du siehst und dann siehst Du, was Du glaubst. In Endlosschleife. Bis der Schmerz Dich mürbe macht und Du bereit bist, den Blick zu heben.

Selbstreflexion ist für mich der sinnvollste Weg, um meinen Blick zu heben und mir dabei selbst auf die Schliche zu kommen. Selbstreflexion zu praktizieren schützt davor einer Geschichte nur deswegen nicht auf den Grund zu gehen, weil ich mich für sie schäme. Ich habe für mich entschieden: Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Leben. Für alle meine Gedanken, all meine Gefühle und all meine Taten. Für all meine Geschichten eben. Und wenn ich alleine nicht weiter komme, dann bitte ich gezielt um Hilfe: ganz konkret für den Punkt, an dem es klemmt. Von dort aus kann ich dann alleine weiter gehen, ehrlich und aufrichtig zu mir selbst.

Ich will nicht länger in meinem Frust verharren, nur weil Generationen vor mir es schon immer so gemacht haben. Ich finde, das was zu tun ist, macht am besten immer der, der es gut kann und Freude daran hat. Ich bin so ein Mensch. Ich löse gerne meine alten Geschichten über mein Leben auf, um meine eigene Geschichte neu schreiben zu können: so, wie sie mich glücklich macht. Ich mache das für mich, für alle die vor mir da waren und alle, die nach mir kommen. Ich mache es auch für Dich, um Dir zu zeigen, wie es für Dich funktionieren könnte.

Meine Technik zur Selbstreflexion besteht aus drei einfachen Schritten: Beobachten – Erkennen – Handeln. Beobachten heißt Wahrnehmen: soviel wie möglich, aus so vielen Perspektiven wie möglich. Erkennen heißt Zusammenhänge herstellen: was ist wie und warum miteinander verbunden? Handeln heißt Entscheidungen treffen: Wer will ich im Kontext der Tatsachen ab jetzt sein? Was gibt es für mich an dieser Stelle zu tun?

 

Selbstreflexion - ein Text fürs Leben | Daniela Große

Selbstreflexion | Collage von Daniela Große

 

Selbstreflexion: wichtige Lebensbereiche

Verbindungen

Die Menschen in meinem Umfeld sind mein Spiegel. Egal, wie sie in Wirklichkeit sein mögen, ich sehe sie immer durch den Filter meiner momentanen Lebenswirklichkeit. Was mir also bei meinen Mitmenschen besonders deutlich auffällt, das ist gerade auch in mir aktiv. Wenn ich mich selbst nicht verstehe, kann ich mich fragen, was meine beste Freundin gerade erlebt und wie das in mein eigenes Erleben paßt. Oder mein Kunde. Oder mein Arbeitskollege … usw.

Austausch

Verbindungen funktionieren immer in beide Richtungen. Ich kann einen anderen Menschen nicht wahrnehmen, ohne selbst von ihm wahrgenommen zu werden (gilt übrigens auch für Energiearbeit). Wenn ich mutig genug bin das zu tun, kann ich also einen anderen Menschen bitten mir zu sagen, wie er mich wahr nimmt. Seine Aussage ist dann eine doppelte Spiegelung. Erst sehe ich den anderen durch meinen Filter und dann sieht der andere mich durch seinen Filter. Das trifft meistens ins Schwarze und gibt Anhaltspunkte, wo ich an mir arbeiten kann.

Reflexion

Reflexion umfasst für mich auch immer das Einbeziehen des großen Ganzen. Was geschieht in der Welt? Was hat das mit mir zu tun? Wo wird meine Unterstützung gebraucht? Was kann ich einbringen? Was will ich geben, was nehmen? Hier geht es darum zu verstehen, wie wichtig der Zustand meiner eigenen kleinen Welt für den Zustand der großen weiten Welt ist. Was ich mir Wert bin, vorzuleben gibt anderen Menschen die Möglichkeit, es mir gleich zu tun. Viele kleine Schritte. An vielen Orten. Und ich bin ein wichtiger Teil davon!

Potential

Die Beschäftigung mit den voran gegangenen Bereichen macht mein Potential sichtbar. Wo liegen meine Schwächen? Wo meine Stärken? Ich erlaube mir meine Schwächen. Es sind die Dinge, die mich weich werden lassen, so weich, dass ich hingebungsvoll und demütig mit dem Leben fließen lerne … mich ihm in meiner Schwäche anvertraue. Genauso erlaube ich mir meine Stärken. Es sind die Dinge, mit denen ich mein Leben Schritt für Schritt eigenverantwortlich führend voran bringen kann.

Wertschätzung

Mein Potential zu erkennen macht mich dankbar. Dankbar für mich selbst und für meine Mitmenschen. Für das, was in der Welt ist und für das, was ich habe. Dankbar für die Möglichkeit des Austausch und der Verbindung untereinander, wo sich Stärken und Schwächen gewinnbringend für alle ausgleichen. Ich freue mich darauf, Gemeinschaften in mein Leben zu bringen, in denen jeder das tun kann, was ihm Spaß macht und trotzdem für alles gesorgt ist.

Erfüllung

Tun zu können, wofür ich geboren wurde und sein zu können, wie ich bin erfüllt mich sehr. Wenn alle Geschichten erzählt sind, dann bleibt nur noch das übrig. Dann stehe ich morgens mit einem Lächeln im Gesicht und Vorfreude auf den Tag auf, weil ich weiß: Ich bringe mich ein. Ich erhalte, was ich brauche. Es ist für alle und alles gesorgt. Und so ist es schon immer gewesen. Ich hatte es nur vergessen. Zeit also, eine neue Geschichte zu wagen. Eine Geschichte der Fülle, der Freiheit, des Friedens und der Freude. Für uns alle. Deswegen bin ich hier.

 

Alles Liebe,

Deine Daniela | Daniela Große

 

Zusammenfassung: Selbstreflexion

Selbstreflexion transformiert Deinen Lebensfrust. Selbstreflexion macht die größere Wahrheit unter all den Geschichten sichtbar, die Du Dir über Dein Leben erzählst. Problematisch ist nicht die Geschichte, sondern dass Du der Geschichte glaubst und sie damit zu Deiner Realität machst. Die drei Schritte der Selbstreflexion (Beobachten – Erkennen – Handeln) in den Bereichen Verbindung, Austausch, Reflexion, Potential, Wertschätzung und Erfüllung lösen die Anhaftung an schmerzhafte Geschichten. So wird der Weg frei für echte Lebensfreude.

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