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Selbstfürsorge

Selbstfürsorge ist dann am wichtigsten, wenn Du am wenigsten dazu bereit bist. Weil Du alle Hände voll zu tun hast, die Dinge zu kontrollieren. Oder vollkommen damit beschäftigt bist, es allen Recht zu machen. Oder davon überzeugt bist, dass das Leben immer nur Dir zusetzt.

Selbstfürsorge ist eine Pflicht, wenn Du erschöpft, depressiv oder des Lebens müde bist oder alles zusammen. Wenn Du keinen Sinn mehr siehst und den Glauben daran, dass es anders sein kann zusammen mit der Hoffnung auf bessere Zeiten aufgegeben hast.

Genau dann. Sorge gut für Dich. Denn sonst tut es niemand. Keiner kann erraten, was Du genau jetzt am meisten brauchst, um zu heilen. Niemand weiß wirklich, welche unerfüllten Bedürfnisse Dich in diesem Moment quälen und wie sie zu erfüllen sind. Es ist Deine Aufgabe. Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben.

Selbstfürsorge wirkt auch dann, wenn Du nicht fühlen kannst, das sie wirkt. Nichts zu fühlen ist ein Selbstschutz, um trotz starker Schmerzen überleben zu können. Wenn das so ist, dann zählt die Geste. Die Geste Dir selbst gegenüber, Dir etwas Schönes wert zu sein, auch wenn Du es nicht fühlst.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mitten in meiner Scheidung meine Mutter mir telefonisch ans Herz legte, eine Kerze anzuzünden. Ich hatte keinen Nerv für eine Kerze. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, was das bringen sollte. Alles, was ich wahrnahm, war meine Verzweiflung über meinen zerbrochenen Lebenstraum und meine Panik vor dem schwarzen Loch namens Zukunft, das vor mir lag. Ich zündete damals trotzdem ein Teelicht an, eine Kerze war mir zu schade. Dann stand ich davor und habe nichts gefühlt. Gar nichts.

Im Nachhinein weiß ich, wie sehr diese Geste in meinem Inneren gewirkt hat. Dieses Teelicht war das Licht in meiner Dunkelheit dieser Tage. Ein Orientierungspunkt in der Orientierungslosigkeit. Eine Erinnerung an meine Mutter und ihre Liebe für mich. Genauso wirkt Selbstfürsorge, egal ob sie mechanisch oder mit Herzblut gelebt wird. Selbstfürsorge erinnert Dich an Deinen (Selbst)Wert und an Deine (Selbst)Liebe.

Wenn Du selbst, wie ich damals, nicht in der Lage bist, aktive Selbstfürsorge zu betreiben, dann nimm die Impulse auf, die das Leben Dir dazu schenkt. Bei mir war es meine Mutter, die mich motivierte, mir selbst Licht zu machen. Bei Dir könnte es eine Freundin sein, die Dir ein Buch leiht. Oder eine Anzeige in einer Zeitschrift, die Dir pflanzliche Vitamine vorstellt. Oder, oder, oder. Meiner Erfahrung nach trifft der richtige Impuls zur richtigen Zeit ein. Du brauchst ihn nur noch aufzunehmen und umzusetzen.

Im Folgenden stelle ich Dir die Dinge vor, die mir wirklich geholfen und mein Leben nachhaltig verändert haben. Vieles davon begleitet mich bis heute – nur dass ich es heute fühlen kann und liebe, bewusst für mich selbst da zu sein und gut für mich zu sorgen. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass nicht alles immer wirkt, sondern vieles phasenweise genau richtig ist. Wenn Du im Zustand des Nichtfühlens fest steckst, dann wähle etwas für Dich aus, dass sofort machbar ist und wohltuend auf Dich wirkt. Bist Du schon geübter im Umgang mit Dir selbst, dann wähle intuitiv das aus, was jetzt genau richtig ist.

 

Selbstfürsorge - ein Text fürs Leben | Daniela Große

Selbstfürsorge | Collage von Daniela Große

 

Selbstfürsorge: wichtige Lebensbereiche

Ernährung

Frühstück im Bett | Kochen ohne Rezept | Trockenfrüchte & Nüsse | Müsli & Haferbrei | Smoothies & Säfte | Ingwertee & Zitronenwasser | Golden Milk & Bulletproof Coffee | vegan & makrobiotisch | regional & saisonal | Frei von bzw. arm an Laktose, Gluten und Fruktose | Heilerde & Flohsamen | pflanzliche Vitamine und Mineralstoffe | Abendtee | Keine industriell hergestellten Produkte | Demeter-Ökokiste | Gute Öle | Mit jemandem kochen | Für jemanden kochen | Essen gehen | Kaffee & Kuchen-Ritual | Schüssler-Salze

Du bist, was Du ist! Meiner Meinung nach ist Nahrung Medizin. Ich habe fest gestellt, dass ich mich mit Nahrung selbst bestrafen oder selbst heilen kann. Alles, was ich in mich hinein stecke, muss mein Körper verarbeiten und wieder loswerden. So kann ich mich ausknocken oder energetisieren. Wenn ich merke, dass ich mich mit Nahrung selbst manipuliere, weiß ich, dass ich wichtige Grundbedürfnisse übergangen habe (z.B. das nach Sicherheit) und meine innere Haltung mir selbst gegenüber korrigieren müsste.

Körperpflege

Sauna | Basenbad | anthroposophisch geprägte Kosmetik | Bürsten | Kaffeeeinlauf | Nierentee | Leberreinigung | lose Kräutertees | Saftfasten | Intermittierendes Fasten | Ölziehen | Zungenreinigung | Nasenspülkanne | schmink-, rasier- und zupffrei | Kokosöl | ätherische Öle | selbstgemachtes Deo | handgemachte Körper- und Haarseife | Professionelle Zahnreinigung | Gesundheits-Checkup & Kontrolluntersuchungen | Sonnenbaden | Frische Luft | Monatstasse | Yoni-Ei

Mein Körper ist mein Tempel. So wie ich ihn behandle, so fühle ich mich auch in ihm. Wenn ich mich wohl fühlen will, dann kümmere ich mich darum, dass er alles bekommt, was er braucht – egal ob das ein Arztbesuch oder eine Recherche nach der richtigen Seife für mich ist. Ich bin dazu übergegangen, nur noch Dinge an mich heran zu lassen, die mir ein gutes Gefühl machen und die so wenig künstliche Inhaltsstoffe haben wie möglich.

Kleidung

Einfarbiges | Musterfrei | Seelenfarben | Baumwolle | Leinen | Leder | Gold | Sonnenhut | Wollmantel | rote Schuhe | Barfußschuhe | Schlafmütze | Kombinationen zusammenstellen | Abgetragenes, Unpassendes, Ungetragenes aussortieren | Kleidung färben | Kleidung selbst nähen | Stricken & Häkeln

Meine Kleidung filtert, was an mich von außen heran kommt und was ich von innen nach außen bringen will. Manchmal möchte ich einfach nicht gesehen werden und mich unauffällig verstecken. Manchmal möchte ich gerade besonders deutlich erkannt werden. Ich schätze ein angenehmes, wohliges Gefühl auf der Haut. Ich achte auf die Wirkung von Farben, Stoff und Mustern. Meine Kleidung ist meine zweite Haut!

Wohnung

Budenschwung | Aufräumen | Aussortieren | Mixer | Entsafter | Kaffeemaschine | Licht | Kerzen | Kissen | Decken | Kuscheltier | Schaffell | Yogamatte | Meditationskissen | Holzregale | Tontöpfe | Pflanzen | Leinen-Bettwäsche | Reparaturen angehen | farbige Wände | Fotos | Samt-Vorhänge | Hochflor-Teppich | Klappmaulpuppe | Ökostrom | Pflanzenbasierte Drogerieartikel | Blumen | Palo Santo

Meine Wohnung ist mein Lebensmittelpunkt. Sie ist der zentrale Ort in meinem Leben, an dem die wirklich wichtigen Dinge stattfinden können: Annehmen und Loslassen in meinem Inneren. Dafür brauche ich Geborgenheit und Schutz, Beständigkeit und Gemütlichkeit. Ich will ankommen können, nicht das Gefühl haben, bald wieder umziehen und auf gepackten Koffern sitzen zu müssen. Meine Wohnung ist meine dritte Haut!

Bewegung

Stille Meditation | Geführte Meditation | Yoga | Tanzen | Wandern | Zu Fuß statt Fahren | Treppenlaufen | Laufen | Fitnessübungen mit dem eigenen Körpergewicht | Ortswechsel | Radfahren

Bewegung bringt zum Stillstand gekommene Energien ins Fließen. Bewegung löst Blockaden und bringt frischen Wind ins ganze System. Eine bestimmte Körperhaltung einzunehmen kann mir tiefe Seufzer entlocken und mich aufatmen lassen. Bewusste Bewegung hilft meinem Körper, sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen, genau dort, wo es gebraucht wird. Äußere Fortbewegung ist für mich auch ein Ausdruck meines inneren Fortschreitens.

Berufung

Davon träumen | Darüber meditieren | Andere darin bewundern | Vorbilder finden | Einfach machen und ausprobieren | Scheitern, um Klarheit zu bekommen | Sichtbar machen, um kraftvoll zu werden | Erfahrungen teilen | Lieblingsdinge wagen | Austausch suchen | Sinn finden | Energiearbeit fürs Unternehmen machen | ethisches Bankkonto | rote Geldbörse | Kurse & Seminare

Es gibt einen guten Grund, warum ich geboren bin. Es gibt etwas, mit dem ich der Welt dienen kann und was mich einzigartig macht, weil nur ich es auf meine Art und Weise mit meiner Liebe füllen kann. Egal, wie das die Menschen aus meinem Umkreis finden, ob sie meine Besonderheit schätzen oder nicht. Mich mit meinen Macken auseinanderzusetzen und sie lieben zu lernen ist der einzige Weg, ganz ich selbst sein zu können und so dabei zu helfen, die Welt zu verändern.

 

Alles Liebe,

Deine Daniela | Daniela Große

 

Zusammenfassung: Selbstfürsorge

Selbstfürsorge trägt Dich durch Zeiten der Veränderung. Ob Du den Nutzen von Selbstfürsorge fühlen kannst oder nicht: es zählt die Geste, es Dir selbst wert zu sein. Es ist Deine Aufgabe, Deine Bedürfnisse wahrzunehmen und ihnen entsprechend gut für Dich zu sorgen. Niemand nimmt es Dir ab. Nichts von meinen Tipps in den Bereichen Ernährung, Körperpflege, Kleidung, Wohnung, Bewegung und Berufung wirkt immer. Alles hat seine Phase und weniger ist mehr.

Wähle minimalistisch und intuitiv, was hilfreich ist. → weiter zu Teil 3: Selbstreflexion